Pokalturnier in Sicht?

Kommt der DHB-Pokal nach Nußloch? - Auftaktgegner der SGN ist Erlangen

(msc) Eigentlich, und da sind sich die Verantwortlichen der SG Nußloch sicher, lässt die Auslosung nur einen Schluss zu: Das ausgeloste Vierer-Turnier muss in der Olympiahalle stattfinden. Die SGN spielt dabei gegen den Bundesliga-Neunten HC Erlangen, im zweiten Duell trifft der Longericher HC aus Köln auf den Fast-Bundesligisten SG BBM Bietigheim. Das Heimrecht wird dabei nach der jüngsten Änderung in den Statuten des Pokals an einen der beiden Drittligisten vergeben – also den Longericher HC aus der West-Staffel oder eben die Nußlocher.

„Die Teilung in Nord und Süd beim DHB-Pokal hat den Sinn, die Fahrtkosten zu senken“, beschreibt SGN-Geschäftsführer Holger Schwab allgemein: „Demnach sollten wir keine schlechten Karten auf eine Austragung haben – immerhin müssten die anderen drei Teams insgesamt 982 Kilometer bis nach Köln fahren, aber nur 566 zu uns. Das spart in Summe über 400 Kilometer an Fahrtweg – einfach.“ Doch nicht nur diese rein wirtschaftliche Sichtweise bringt die Nußlocher in eine gute Situation. „2015 sind wir schon einmal als Ausrichter für den damaligen Zweitligisten Dormagen eingesprungen“, erinnert sich Schwab: „Da haben wir bewiesen, dass wir das können. Es gab in der jüngsten Sitzung auch noch einmal Lob vom DHB.“

Wirtschaftlich aussorgen könne man von einem Pokalturnier natürlich nicht, so der Geschäftsführer weiter: „Ein großer Reibach ist damit nicht zu machen, der Reingewinn – nach Abzug aller Kosten und der Fahrtkosten der anderen Teams – wird so oder so durch vier geteilt.“ Dafür bekämen die Nußlocher Fans erneut einen tollen Wettbewerb geboten – nur kurz nach dem ersten Eichbaum-Cup. Zudem hätten so auch Bietigheimer und Erlanger Zuschauer die Möglichkeit, das Turnier zu besuchen. Sportlich ist es zumindest reizvoll für die SGN. „Mit dem HCE haben wir ein Superlos erwischt, auch Bietigheim ist eine sehr interessante Mannschaft“, meint Schwab: „Und es gibt ein Wiedersehen mit Panagiotis Erifopoulos, der in der kommenden Saison für die SG BBM auf Torejagd gehen wird.“

Ob der ehemalige Nußlocher seinen alten Kollegen auch auf der Platte begegnen wird, ist dabei aber noch fraglich – denn dazu müssten beide Teams ihr erstes Spiel gewinnen. Was beim Fast-Aufsteiger aus Bietigheim wahrscheinlich ist, kommt beim Nußlocher Drittliga-Meister einer Herkulesaufgabe gleich. „Klar ist, dass wir mit geringen Außenseiterchancen in das Spiel gehen“, bekennt auch Schwab. Doch jedes Spiel will gespielt werden und gerade die endgültige Entscheidung über den Austragungsort des Vierer-Turniers, der von der Spielleitenden Stelle bestimmt wird, kann dabei eine große Rolle spielen: „Mit einem Heimvorteil kann alles passieren, dann wird das auch für die starken Erlanger kein Selbstläufer gegen uns.“

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