SG Nußloch holt einen Punkt im Derbykracher bei den Junglöwen

Lars Crocoll mit Last-Second-Treffer in der Östringer Stadthalle

(kwd) „Am Ende können wir mit einen Punkt zufrieden sein. Aber über die gesamte Spielzeit gesehen ist der eine Punkt eindeutig zu wenig“, resümierte Nußlochs Coach Christian Job nach spannenden und nervenaufreibenden sechzig Minuten in der Östringer Stadthalle. Durch die Punkteteilung bei den bis dato punktgleichen Junglöwen überholte die Job-Truppe die zweite Garde der Rhein-Neckar Löwen in der Tabelle dank des besseren Torverhältnisses und rückte auf Platz 4 vor. Auch der Abstand zu Spitzenreiter SV Salamander Kornwestheim (32:25-Niederlage in Fürstenfeldbruck) konnte auf vier Zähler verkürzt werden.
Das Spiel begann wie es für solch ein Derby vor solch einer Kulisse typisch ist. Mit zwei leichten Fehlern in den Anfangsminuten. Den Torreigen eröffneten die Gastgeber mit einem Treffer des Nußlochers Maximilian Trost in Diensten der Rhein-Neckar Löwen II zum 1:0 in der dritten Spielminute. Eine Minute später konnte Kreisläufer Max Heider gar auf 2:0 erhöhen. Die blau-weiß gekleideten Nußlocher kamen schwer in Tritt und konnten erst in der 5. Spielminute den ersten Treffer erzielen. Erfolgreich war Gianluca Pauli von der Strafwurflinie. Fortan lief es dann besser beim Meister der Vorsaison und nach dem 5:5 in der 10. Spielminute diktierte Nußloch das Spiel. Gestützt auf einer guten Abwehr und einem starken Marco Bitz im Gehäuse der Nußlocher zogen Geppert und Co. im Angriff geschickt die Fäden und konnten sich kontinuierlich absetzen. Als der Ex-Löwe Nico Herrmann in der 18. Minute zum 8:11 für seine Farben einwarf, war es genug für den Coach der Junglöwen. Andre Bechtold bat seine Mannen zur Auszeit. Was aber nur bedingt etwas einbrachte. Denn die SGN erhöhte weiter die Schlagzahl und baut den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 10:16 Tore aus.
Der Beginn der zweiten Halbzeit war eine Duplizität der Ersten. Max Trost brachte die Junglöwen auf 11:16 ran, ehe Gianluca Pauli mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter-Strafwurf den ersten Treffer für Nußloch in der 32. Spielminute erzielen konnte. Als Nußlochs Regisseur Jochen Geppert in der 36. Minute zum 14:20 einwarf schien das Spiel seinen Lauf zu nehmen. Doch weit gefehlt. Löwen-Goalie Lukas Bauer hielt nun einen Wurf nach dem anderen und brachte so seine Farben wieder zurück ins Spiel. Die SGN fabrizierte nun auch leichte Fehler und nahm sich einige unnötige Würfe. Durch drei Tore am Stück von Leon Bolius waren die Junglöwen wieder dran (19:21 – 40.). Als Sebastian Trost, der zweite Nußlocher im Dress der Rhein-Neckar Löwen, zwei Zeigerumdrehungen später den 21:21-Ausgleich erzielte, war die Partie wieder offen. In den nächsten Minuten konnte Nußloch sich wieder auf ein bis zwei Tore Vorsprung absetzen. Doch abschütteln liesen sich die Gastgeber nicht mehr. In der 52. Spielminute erzielte Haider wiederum den Ausgleich zum 26:26. Die Crunch-Time war nun angebrochen. Die letzten acht Minuten waren nun an Spannung kaum zu überbieten und boten den 650 Zuschauern in der vollbesetzten Östringer Stadthalle ein Derby mit allen Ecken und Kanten. Die Löwenspieler Kirchenbauer und Bolius trafen doppelt und brachten ihre Farben nun wieder mit 29:28 in Führung. Auf der Gegenseite konnte SGN-Außen Christian Buse wiederum den Ausgleich erzielen. Ehe Nußlochs Sebastian Körner für die letzten beiden Spielminuten auf die Strafbank musste. Den fälligen Siebenmeter-Strafwurf konnte der eingewechselte Fabian Lieb im Tor der SGN vereiteln und so bleib es beim 29:29. Beide Coaches nahmen ihre jeweils dritte und letzte Auszeit und versuchten ihre Teams nochmals die entscheidenden Tipps für die letzte Spielminute mitzugeben.
Als Rico Keller 27 Sekunden vor dem Ende die 30:29-Führung für die Rhein-Neckar Löwen II erzielte schien das Spiel gelaufen. Doch Lars Crocoll nahm sich zwei Sekunden vor dem Abpfiff den Ball und erzielte per Unterhandwurf den vielumjubelten und verdienten Ausgleichstreffer zum 30:30-Endstand.
Rhein-Neckar Löwen II: Bauer und Boudgoust im Tor, M. Trost 7, Zweigner, Braun 4, Haider 4, Bolius 5/1, S. Trost 3, Röller 1, Kirchenbauer 3, Ganz 2/1, Keller 1/1, Kessler.

SG Nußloch: M. Bitz 1 und Lieb im Tor, Kuch 2, Körner 2, Crocoll 3, Müller 1, Geppert 4, Herbert 1,  Buse 4, K. Bitz 5, Gerdon 1, Herrmann 2, Pauli 4/4, Trifanovs.

Siebenmeter: 5/3 - 4/4
Strafzeiten: 4  -  4 (Braun, Haider 2, Bolius  -  Körner, Müller, Bitz, Herrmann)
Schiedsrichter: Anton Ekk und Sven Sachtleber
Zuschauer: 650 (Stadthalle Östringen)









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